Die Darstellung foto- u. hyperrealistischer, großformatiger Bilder auf
Leinwand ist es, die mich seit längerem fasziniert.
Mit Hilfe bestimmter Maltechniken möchte ich nicht nur eine scheinbare
Realität erzeugen, sondern ein Gefühl.

Dabei den Betrachter in einen Raum zu führen,
abseits von äußeren und inneren Lärm,
weitab von Denken und Verstand –
in einen Raum der Stille.
In einen Augenblick der Achtsamkeit.

Wozu ist Wahrnehmung heutzutage noch im Stande?
Mit einer Geschwindigkeit, die einem schier die Luft zum
Atmen nimmt, bewegen wir uns angeblich nach vorn.
Können wir noch verweilen, innehalten,
ohne das uns jemand dazu auffordert?

Einer Musik zu lauschen, einen Klang zu hören,
in seiner reinen Klarheit.
Ein Bild zu betrachten, in seiner Gesamtheit zu verstehen,
seine farbliche Tiefe zu spüren.


So sehe ich meine Arbeit als Angebot,
in einem völlig reizüberfluteten System
stehen zu bleiben, zu fühlen.
Als Malerei.
Als Malerei mit einer prägnanten,
atmosphärisch geladenen Bildsprache – ohne Wertung.

Roman Weinig 

      “ Das Sichtbare bildet die Form eines Werkes.
             Das Nicht- Sichtbare macht seinen Wert aus.”    LAOTSE